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Falten sind ein wichtiges Thema in der Dermokosmetik. Ziel dieser Arbeit war, über die Hautschädigungen, die für die Veränderungen an der Hautoberfläche grundlegend sind, bessere Kenntnisse zu erlangen. Bisher ist die Zahl der Veröffentlichungen über die histologische Struktur von Falten nicht sehr umfangreich. In der Studie von Contet-Audonneau und Mitarbeitern wurden 46 Testpersonen (Männer und Frauen) im Alter von 57 bis 98 Jahren untersucht und 157 Hautbiopsien von Falten (Gesicht) und vor Sonne geschützter Haut (Abdomen) gewonnen. Dabei wurden neben klassischen Standardmethoden verschiedene histologische Methoden wie Histochemie, Immunhistochemie, Elektronenmikroskopie und ein modernes Bildanalyseverfahren zur Quantifizierung benutzt. Die Studie ermöglichte eine Bestätigung der bereits veröffentlichten strukturellen Veränderungen von Falten. Darüber hinaus wurden aber auch erstmals zahlreiche andere Veränderungen gezeigt. Die zunehmende Verdünnung der Epidermis, die mit voranschreitedem Alter atrophiert, wird durch eine Untersuchung von Desmoplakinen, die die Zellkontouren von Keratinozyten umfassen, bestätigt. Eine solche Verdünnung wird von einer Abnahme verschiedener Marker der epidermalen Differenzierung am Boden der Falten begleitet: Filaggrin, Keratohyalingranula und die Transglutaminase I, die die Desquamation sowie die Fähigkeit der Hornschicht, Wasser zu binden, stören. Die dermoepidermale Verbindung wird durch eine Abnahme von Collagen IV und VII verändert, die diese Grenzfläche in Kombination mit immer weniger Oxytalanfasern unter den Falten abschwächt. Die Ablagerung von abnormen elastotischem Gewebe in der Dermis - mit einer Unterbrechung dieser Ablagerung unter den Falten und einer Atrophie von dermalem Collagen, das unter den Falten viel deutlicher ist - stärkt Größe und Tiefe der Falten. Die Zusammensetzung der anderen Hautbestandteile wird weiterhin verändert durch eine deutliche Abnahme der Chondroitinsulphate in der papillaren Dermis unter den Falten und ist mit einer asymmetrischen Variation von Glycosaminoglykanen auf beiden Flanken der Falten verbunden. Die Atrophie der Hypodermis ist unter den Falten besonders ausgeprägt. Diese sowie eine Verdickung der Faserlinien führen weiterhin dazu, dass die Tiefe der Falten besonders deutlich ist. Die Faltenbildung entsteht gleichzeitig mit zahlreichen Veränderungen in den unterschiedlichen Hautstrukturen, die sich wiederum gegenseitig verstärken können. Durch diese neu gewonnenen Erkenntnisse über die veränderten Elemente in der Physiologie der Haut könnte diese Studie dazu beitragen, spezifische Behandlungen zur Bekämpfung unerwünschter Veränderungen der Hautstruktur zu finden. Eine ausführliche Darstellung aller Ergebnisse dieser Studie mit allen Abbildungen ist in dieser englischen Ausgabe von Skin Care Forum Nummer 24 nachzulesen. Literatur Contet-Audonneau, J.L.; Jeanmaire, C.; Pauly, G.; A histological study of human wrinkle structures: comparison between sun-exposed areas of the face, with or without wrinkles, and sun-protected areas; Brit. Journal of Dermatology 1999 (140) 1038-1047 Autor Dr. J.L. Contet-Audonneau
Jean-Luc Contet-Audonneau, Arzt und Pathologe, Magister und Doktortitel der Wissenschaften, früher Universitätsdozent in Medizin (Biologie und Histologie), ist Leiter des Histologischen Labors der Abteilung Forschung und Entwicklung der Laboratoires Sérobiologiques in Pulnoy. Korrespondenz an G. Pauly Laboratoires Serobiologiques - Cognis France Department R & D 5 - 7 rue de Seichamps F 54425 Pulnoy France nach oben | ||||||||||||||||||||||||||||||||
| März 2001 | Copyrigh © 2000 - 2008 Skin Care Forum Cognis GmbH | ||||||||||||||||||||||||||||||||