Schematischer
Querschnitt durch die menschliche Haut
Die Hautdecke (Integumentum commune) bildet die äußerste Körperoberfläche.
Sie ist aus Haut (Cutis) und Unterhaut (Tela subcutanea, Subcutis) zusammengesetzt.
Die Cutis setzt sich aus den zwei Schichten Oberhaut (Epidermis) und Lederhaut
(Corium, Dermis) zusammen.
Als oberste Hautschicht hat die Epidermis eine Dicke von etwa ein zehntel Millimeter.
Sie ist die erste Schutzbarriere, die den Körper vor dem Eindringen fremder
Substanzen schützt. Sie besteht aus einem mehrschichtigen verhornten Plattenepithel,
die verhornenden Epithelzellen sind die Keratinoztyen.
Dieser in der Epidermis bestimmende Zelltyp produziert Keratine, das sind Proteine,
aus denen die äußerste Schicht der Haut (Hornhaut) im wesentlichen
besteht. Die Keratinozyten durchlaufen verschiedene Stufen der Umwandlung. Im
Stratum corneum, einer der weiteren Schichten der Epidermis, wandern die Keratinocyten
allmählich zur Oberfläche und werden dort abgestossen (Desquamation).
Die Lederhaut (Corium) oder die Dermis ist ein komplexes Netzwerk aus unlöslichen
Collagenfasern, Schweissdrüsen, Haarwurzeln, Nervenzellen, Nervensträngen
und Blut- und Lymphgefäßen. Zapfenförmige Schleifen von Collagenfasern
scheren aus dem Fasergeflecht aus und ragen als Bindegewebspapillen in Vertiefungen
der Epidermis; Epidermis und Corium sind verzahnt. Mechanische Bewegungen wie
Schub, Dehnung oder Druck ohne Schaden auffangen können.
Die Unterhaut (Tela subcutanea, Subcutis) ist ein lockeres, durch Bindegewebsfaserzüge
unterkammertes, fettgewebsreiches Bindegewebe und ist ein wichtiger Fettspeicher.
Quelle: Leonhardt, H.; Histologie, Zytologie und Mikroanatomie des Menschen,
Thieme 1990, 343-350.
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