Finger- und Zehennägel entstehen und ruhen in einem Nagelbett. Sie bilden
ein Widerlager für den Druck, der auf den Tastballen ausgeübt wird. Die Tastempfindung
ist bei Verlust eines Nagels eingeschränkt.
Der Nagel ist eine modifizierte Hornbildung der Epidermis, eine ca. 0,5
mm dicke Hornplatte, an der man Nagelkörper und Nagelwurzel unterscheidet.
Der Nagel ist im Nagelbett verankert.
Die Nagelplatte wird aus polygonalen Hornschuppen zusammengesetzt, der vordere
Rand der Nagelplatte ist frei, der seitliche und hintere Rand stecken in
einer Epithelfalte, seitlich im Nagelfalz und hinten in der Nageltasche.
Das Nagelbett ist das epitheliale Gewebe, das unter dem Nagel liegt. Aus
der Matrix, dem Mutterboden des Nagels, wächst der Nagel täglich 0,14 -0,4
mm nach. Die rosa Farbe erhält der Nagel aufgrund der durchscheinenden Kapillaren.
Färbung und Struktur des Nagels können klinisch wichtige Hinweise geben.
Quelle: Leonhardt, Helmut. Histologie, Zytologie und Mikroanatomie
des Menschen, Band 3, Georg Thieme Verlag 1990, 354-355.