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Inhaltsstoffe, die in kosmetischen Anwendungen neben der Reinigung von Haut und Haar pflegende Eigenschaften besitzen, werden immer bedeutender. Wenn diese in der Formulierungen von Haut- und Haarpflegemitteln optimal eingesetzt werden und somit positive Wirkungen erzielen, können sie auch eine aktive Unterstützung für die Vermarktung des Endproduktes sein. Dem Anwendungstechniker stellt sich dann die Aufgabe herauszufinden, welche Substanzen in welcher Konzentration für sein Produkt am besten geeignet sind. Die richtige Balance ist hier wesentlich, damit eine Überladung an Pflege, die wiederum die Reinigungswirkung und Schaumbildung negativ beeinflußt, verhindert wird. In diesem Artikel (zur vollständigen englischen Fassung) stellt der Autor Testdesigns bzw. Konzepte für kosmetischen Anwendungen in der Haut- und Haarpflege dar, in denen Ester als Wirkstoffe auf der Basis pflanzlicher Rohstoffe zum Einsatz kommen, und mit denen eine zusätzliche Pflegewirkung erzielt werden kann. Ester sind vielseitige Substanzen, die im täglichen Leben weit verbreitet sind. Sie kommen bei der Bildung von Duft- und Geschmackstoffen wie beispielsweise in Wein, Brandy und Whiskey vor. In kosmetischen Formulierungen finden sich für Ester und funktionelle Estergruppen ebenfalls zahlreiche Möglichkeiten für Anwendungen. In diesem Artikel werden Ester in der Anwendung von Tensidzubereitungen mit ihren unterschiedlichen Wirkungen auf Haut und Haar beschrieben. Herausragende Wirkungen sind folgende: Verbesserung der Hautelastizität, Hautglätte, Feuchtigkeitsgehalt der Haut. Die Tensidzubereitungen für Haut und Haar können in zwei Anwendungen kategorisiert werden: es handelt sich einerseits um klare und andererseits um trübe Substanzen. Die folgenden in den Tensidzubereitungen eingesetzten drei Wirkstoffe sind Beispiele für klare und trübe Anwendungen und werden in verschiedenen Tests an Haut und am Haar untersucht:
Glyceryl Oleate (GMO) kann in tensidischen Zubereitungen in einer Konzentration
von bis zu 1,5 Prozent eingesetzt werden und ergibt ein klares Produkt.
Die anderen beiden Substanzen, Cetyl Palmitate (CP) und Glycol Distearate
(EGDS), sind nur für trübe Formulierungen geeignet (siehe Figure 1).
Hier handelt es sich um Waxdispersionen, die auf Cetylpalmitat bzw. auf
Fettsäureglyceriden basieren. Da die Kaltprozessierbarkeit eine wichtige Anforderung in der kosmetischen
Industrie ist, werden diese drei Wirkstoffe vorzugsweise in kalt-prozessierbaren
Compounds eingearbeitet. Beispiele für solche Compounds sind Lamesoft
PO 65, Lamesoft PW 45 und Lamesoft TM Benz* (siehe Figure 2). Ein
Vorteil solcher Compounds ist, dass Wachsdispersionen zum Einsatz kommen
können, die über eine gleichmäßige Größe
von Partikeln verfügen. Wird der Wirkstoff GMO in einem Compound, das die Lipidschicht der Haut verbessert, eingesetzt, hat es einen positiven Einflußauf die Hautglätte und Hautfeuchtigkeit. Am Haar hat es eine positive Wirkung auf die haptischen Qualitäten wie Glanz und Kämmbarkeit. Mit verschiedenen Meßmethoden können die positiven Wirkungen
der beschriebenen Wirkstoffe nachgewiesen werden. Aus der Reihe dieser
in der englischen Langfassung näher beschriebenen Hauttests möchten
wir hier als ein Beispiel die Torsionsmethode aufgreifenund näher
erläutern (Figure 8 a).
Eine detaillierte Beschreibung der Tests am Haar finden Sie in der englischen Langfassung. Dieser Artikel wurde vom Autor als Vortrag auf der Personal Care Europe im Februar 2002 präsentiert. * Lamesoft PO 65, Lamesoft PW 45 und Lamesoft TM Benz sind eingetragene Handelsmarken der Cognis Deutschland GmbH & Co KG. Autor ![]() Werner Seipel, war von 1980-1988 in der Produktentwicklung für Körperreinigungsprodukte bei der Fa. Lingner + Fischer (Beecham) tätig. Seit 1989 leitet er ein anwendungstechnisches Labor für die Entwicklung neuer Rohstoffe für das Gebiet Haar- und Körperreinigungsmittel bei Henkel, jetzt Cognis, Care Chemicals, in Düsseldorf. nach oben | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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