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Die optischen Eigenschaften der Haut spielen in der Kosmetik und Dermatologie eine bedeutende Rolle. Der Wunsch nach einem reinen, natürlichen und strahlenden Teint hat zur Entwicklung von neuen Konzepten für Hautpflegeprodukte geführt. Transparente Haut, hohe Pigmentierung, frühzeitige Alterung, Dehydratation des Stratum corneum sind Parameter, die die optischen Hauteigenschaften beeinflussen. Als charakteristische Hautprobleme können starke Rötungen, Flecken, Rauigkeit, Glanzlosigkeit oder Verlust der Seidigkeit der Haut die Folge sein. Das Auftreten von Glanz bei menschlicher Haut ist abhängig vom Verhältnis der diffusen zur spiegelnden Reflexion an der Oberfläche des Stratum corneums. Die spiegelnde Reflexion stellt eine sehr geringe Lichtmenge dar und wird hauptsächtlich durch Hautrauigkeit, Hydratationszustand und Hydro-Lipid-Films beeinflusst. In der Industrie existieren für die Messung von Hautglanz standardisierte Verfahren. Im Bereich Körperpflege gibt es zur objektiven Bewertung der optischen Eigenschaften der Haut dagegen keine spezifischen Methoden. Abbildung 1 a und b: Prinzip der Messung der optischen Hauteigenschaften Spiegelnde Reflektion von dialektrischem Material mit einer Brechungszahl von 1,5 in beide Polarisationsrichtungen (1). Spiegelnde Reflektion ist bei der normalen Richtung konstant.
Eine Vorrichtung für die präzise Messung von Hautglanz wurde von Laboratoires Sérobiologiques entwickelt und patentiert. Dieses Gerät namens "Brillanometer" basiert auf einer berührungsfreien Bestimmung der spiegelnden und diffusen Lichtreflexionen auf der Haut, die sich kontinuierlich in zahlreiche Richtungen bewegen. Dieses Prinzip der Messung der optischen Eigenschaften der Haut wird in Abbildung 1 dargestellt und in der englischen Version Skin Care Forum Nr. 30 näher erläutert. Eine Darstellung der Messvorrichtung "Brillanometer" erfolgt in Abbildung 2. Die Methode mittels Brillanometer ermöglicht darüber hinaus eine gleichzeitige Visualisierung der Ergebnisse der Messungen des Hautmikroreliefs durch Videomikroskopie.
Vorteil der neuen Methode ist, dass die vollständige Hautreflexion in vivo untersucht werden kann, mit dem Ziel, den Einfluss natürlicher Wirkstoffe auf der Gesichtshaut zu beobachten. In dem hier beschriebenen Artikel wurde die Wirkung der Anwendung einer perlmuttartigen kosmetischen Creme mit dem Wirkstoff Vegeseryl HGP LS 8572B* auf die optischen Hauteigenschaften näher untersucht und mittels Brillanometer bewertet. Dieser Wirkstoff besteht aus nativen botanischen Proteinen, die als Kombination von natürlichen Albuminen und Globulinen mit hohem Molekulargewicht vorkommen. Zu den zahlreichen günstigen Einflüssen von Vegeseryl HGP LS 8572B gehören insbesondere feuchtigkeitsspendende, festigende und glättende Wirkungen sowie Anti-Aging-Eigenschaften. In der von Laboratoires Sérobiologiques durchgeführten Untersuchung wurden 10 weibliche Testpersonen mit glanzloser, trockener, rauher Haut zwei mal täglich über drei Wochen mit zwei Cremes behandelt. Eine Creme enthielt perlmuttartige Substanzen und Wirkstoffe wie Vegeseryl HGP LS 8572B und wurde am Unterarm aufgebracht, während die andere Creme nur perlmuttartige Substanzen enthielt und am anderen Unterarm appliziert wurde. Die quantitative Messung der optischen Hauteigenschaften mittels Brillanometer ergaben - im Vergleich mit der Creme, die nur perlmuttartige Substanzen enthielt - für die Creme mit perlmuttartigen Substanzen und dem Wirkstoff Vegeseryl HGP LS 8572 eine signifikante Erhöhung des quantitativen Hautglanzes (maximaler Glanz) und der "Strahlkraft" der Haut (harmonische Verteilung des Glanzes auf der Hautoberfläche). Eine Verbesserung des Hautmikroreliefs wurde über einen erhöhten Spannungszustand und weniger stark strukturierte Hautareale erzielt. In Abbildung 3 sind die videomikroskopischen Aufnahmen der Messungen des Hautreliefs dargestellt. * Vegeseryl HGP LS 8572B ist eine Handelsmarke von Laboratoires Sérobiologiques, Pulnoy, Frankreich. INCI = Glycine soja protein Literatur: [1] Smith, Waren. In J. Modern Optical Engineering. 2nd Ed Mc Graw-Hill Inc NY, 1990 [2] Hundevadt, Andersen P. Reflectance spectroscopic analysis of selected experimental dermatological models. Chapter 2. Optical properties of skin. Skin Research & Technology, 3: 8-15, 1997 [3] Anderson, R.R. Polarized light examination and photography of the skin. Archives of Dermatology, 127: 1000-1005, 1991 Autor: ![]() Dr. Véronique Gillon Véronique Gillon ist Doktor der Pharmazie. In der Forschung und Entwicklung der Cognis France ist sie für das Labor für klinische und sensorische Bewertungen bei Laboratoires Sérobiologiques verantwortlich. Ihre Hauptaufgabe ist die Bewertung der Wirksamkeit von Wirkstoffen in vivo. Sie ist darüber hinaus an Forschungsarbeiten für neue kosmetische Konzepte und in enger Zusammenarbeit mit der Abteilung Biophysik an der Entwicklung neuer biophysikalischer Vorrichtungen beteiligt. Laboratoires Sérobiologiques, Division de Cognis France, Pulnoy 5-7 rue de Seichamps F-54425 Pulnoy France E-Mail: Veronique.Gillon@Cognis.com Internet: http://www.laboratoires-serobiologiques.com Dieser Artikel wurde auf dem Kongress Stratum Corneum III (Basel, September 2001) als Poster und in "Stratum corneum", Hg. R. Marks, J.-C. Lévêque, R. Voegeli, 2002, pp. 325 veröffentlicht. Die Untersuchungen wurden in Zusammenarbeit mit S. Schnebert, LVMH, Branche Parfums & Cosmétiques, St Jean de Braye, durchgeführt. nach oben | |||||||||||||||||||||||||||||||
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