Unreine Haut ist die häufigste Folgeerscheinung einer fettigen Haut.
Eine vermehrte Produktion von Hautfett (Sebum) sowie eine Verhornungsstörung
an der Hautoberfläche und am Ausgang der Talgdrüsenfollikel verursachen
unreine Haut und Akne. Es bilden sich kleine Hornpropfen, die zu einer Stauung
von Talg und einer Erweiterung der Talgdrüsenausgänge führen.
Als Folge kommt es zu Fettglanz und der Bildung von Komedonen im Inneren
des Follikels, im Volksmund "Mitesser" genannt.
Bei der Akne handelt es sich um eine Erkrankung des Talgdrüsenapparates
und der Haarfollikel. Hierbei kommt es zu einer Bildung von Knötchen
und Knoten, bis zu Papeln und eitrigen Pusteln auf der Haut in Gesicht,
Dekolleté, Schultern und Rücken. Bei der Aknebildung spielt
darüber hinaus auch der Einfluss der Hormone eine besondere Rolle.
Das Hautbild kann durch hormonelle Veränderungen somit negativ beeinflußt
werden.
Die Abbildungsreihe zeigt einen schematischen Schnitt durch Haut und Talgdrüsen
und die Entstehung von unreiner Haut. Das Bild links zeigt einen Schnitt
durch die Haut (Haarfollikel und Talgdrüse), die sich im "Normalzustand"
befindet. Die beutelartige Talgdrüse, Glandula sebacea, hängt
am Haarbalg und mündet in den Haartrichter ein. Die Talgdrüse
bildet ein Sekret, das Sebum oder Hautfett, das an den Haarschäften
entlang zur Hautoberfläche abfliessen kann und die Oberfläche
des Stratum corneums mit einem dünnen Film überzieht.
Das Bild rechts zeigt die verstärkte Talgproduktion und den resultierenden
Talgstau. Dieser wird verursacht durch eine gestörte Verhornung, nicht
nur an der Hautoberfläche, sondern auch in den Ausführgängen
der Talgdrüsen. Es kommt zur Bildung von Komedonen, "Mitessern",
im Innern des Follikels. In den verschlossenen Abflussgängen können
sich Bakterien leicht vermehren und zu einer Entzündung führen.
Durch Risse in der Follikelwand gelangt der gestaute Talg in das umliegende
Gewebe und kann dort zu einer Bildung von schmerzhaften eitrigen Knoten,
Papeln, führen.