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Ausgabe 37    
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Kategorie Titel  
Titelbilder Das Nervengeflecht der Haut  


Die menschliche Haut ist durch ein komplexes Netzwerk von Nervenbahnen gekennzeichnet, das sich vom subkutanen Fettgewebe durch das Corium bis zu den obersten lebenden Schichten der Epidermis erstreckt. In unserer Abbildung, die einen schematischen Hautquerschnitt zeigt, sind die Nerven weiss dargestellt.

Im mikroskopischen Ausschnitt der Abbildung liegt unmittelbar unter der Basalmembran das lockere Gewebe der papillären Dermis mit speziellen Nervenendigungen, den Lymphgefäßen und den Kapillaren des dicht organisierten Blutgefäßsystems. Dieses dient der Versorgung der gefäßfreien Epidermis, d.h. die Basalmembran wird im Gegensatz zu den Nervenfasern nicht von den Gefäßen durchbrochen. Nur durch Spezialfärbungen können die Verästelungen und Endungen des Nervengeflechts in der Epidermis sichtbar gemacht werden.

Über eine Million Sinneskörperchen sind in der menschlichen Haut verteilt. Wichtige Sensoren sind die Vater-Pacinische-Körperchen im Subcutisbereich, die auf Erschütterungen reagieren und die Meissnersche Tastkörperchen oder Tastscheiben an der epidermalen-dermalen Grenze, die für Berührungsempfindungen zuständig sind. Weitere ausgebildete Sinnesorgane im Bereich der Dermis sind die Ruffinischen Körperchen (Dehnungsrezeptoren) sowie die Krause Körperchen oder Endkolben (Mechanorezeptoren). Intraepitheliale Nervenendigungen sind sensible Nervenfasern in der Haut, die Wärme-, Kälte-, Schmerz-, Berührungs- sowie Druckempfindungen auslösen.

Da die Haut eine wichtige Funktion als Perzeptions- und Interaktionsorgan hat, stehen die Nerven in der Haut in ständiger Kommunikation mit dem Gehirn und der Umwelt. Diese wichtigen Strukturen der Haut können das Immunsystem regulieren und an Hautenzündungen beteiligt sein. Die sensorischen oder zerebrospinalen Nerven nehmen äußere und innere Hautreize wie Berührung, Spannung, Schmerz, Wärme und Kälte wahr. Die autonomen oder vegetativen Nerven kontrollieren die Gefäße, Hautanhangsorgane und die glatten Muskeln zum Aufrichten der Haare.

Quelle: Kosmetik - Entwicklung, Herstellung und Anwendung kosmetischer Mittel, Hg. Wilfried Umbach, 2. Auflage, Georg Thieme Verlag 1995. http://www.urmc.rochester.edu/neuroslides02/slide29.html

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