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Gastbeitrag   Hautpflege bei Akne   Michaela Arens-Corell

Akne ist eine weit verbreitete Hauterkrankung: ca. 80 Prozent der Heranwachsenden leiden in der Pubertät daran (1). Zwar stellt sie mit Ausnahme seltener schwerer Formen keine ernsthafte Schädigung der Gesundheit dar, beeinträchtigt aber das Aussehen und damit auch das Selbstbewusstsein. Jungen sind oft stärker und für einen längeren Zeitraum betroffen als Mädchen (2). Die ersten Anzeichen der Akne können schon bei 8 bis 9-jährigen auftreten; meist entstehen sie aber erst im frühen Teenager-Alter. Die Akne klingt meist mit dem Ende der Pubertät - Anfang 20 - ab. Bei einigen Menschen kann aber auch jenseits der 30 noch als Akne tarda vorliegen (3). Eine Übersicht über die verschiedenen Formen der Akne wird in Abbildung 1 dargestellt.

Abbildung 1: Formen der Akne

  • Acne comedonica
  • Acne papulo-pustulosa
  • Acne conglobata
  • Acne tarda (bei Erwachsenen)
  • Knibbelakne (durch Ausdrücken der Pickel und Mitesser verschlimmerte Akne)
  • Acne cosmetica (durch komedogene Bestandteile in Kosmetika verursachte Akne)

Entstehung der Akne

Akne ist auf eine Veränderung an den Talgdrüsen zurückzuführen. Durch männliche Hormone, Androgene, deren Produktion sowohl bei Mädchen wie auch bei Jungen in der Pubertät anläuft, wird die Talgbildung in den Drüsen gesteigert (4). Dadurch erweitern sich die Talgdrüsenporen und die Haut wird fettig, besonders in Hautarealen mit hoher Talgdrüsendichte wie Stirn, Nase und Kinn, der sogenannten T-Zone, aber auch an den Oberarmen, den Schultern und an der Brust (5). Gleichzeitig stören die Androgene auch die Reifungsprozesse der Hautzellen im Bereich der Talgdrüsenpore, dem sogenannten Infundibulum. Wo sich normalerweise einzelne Corneocyten von der Oberfläche ablösen, weil die interzellulären Verbindungen im physiologischen Reifungsprozess aufgelöst wurden, können sich die bei Akne fest aneinander haftenden Corneozyten nur schwer ablösen und verstopfen zusammen mit dem Talg die Porenöffnung (6).

Ein solcher weißlicher Pfropf ist das erste sichtbare Stadium des Mitessers oder Komedos. Der Talg staut sich unter dem Pfropf, der Mitesser schwillt leicht an. Er ist zunächst noch geschlossen. Öffnet sich dieser geschlossene Komedo, oxidiert der Luftsauerstoff die Fettbestandteile und Eiweißstoffe im Pfropf. Dadurch und durch die Melanineinlagerung verfärbt sich der offene Komedo dunkel (7) (siehe Abbildung 2).

Abbildung 2: Entstehung von Mitessern

Voraussetzungen
  • fettige Haut mit gesteigerter Talgbildung
  • Verhornungsstörungen der Haut im Bereich der Talgdrüsenporen

Verklumpte abgestorbene Hautzellen:


Folge

  • Talg- und Hornpfropf verstopft die Pore, durch Oxidation wird der Pfropf schwarz

Mitesser (Komedo):


Viele Komedonen bleiben in diesem Stadium, bis sich der Pfropf von selbst oder durch Behandlung mit Kosmetika, Arzneimitteln oder mechanische Behandlung löst. Bei leichten Formen der Akne sind oft nur Komedonen - vorhanden (Acne comedonica oder Komedonenakne (5)). Bestimmte Kosmetikbestandteile, vor allem Fett und Emulgatoren, können die Mitesserbildung fördern; sie wirken komedogen. Eine Klassifizierung der Komedogenität kosmetischer Inhaltsstoffe ist allerdings schwierig. Bestehende Listen beruhen auf Tests am Kaninchenohr, deren Übertragbarkeit auf die zur Akne neigende menschliche Haut fraglich ist (8).

Durch die übermäßige Vermehrung bestimmter Hautbakterien, z.B. Propionibakterium acnes, im Komedo entstehen entzündungsauslösende Stoffwechselprodukte (9). Das Gewebe um den betroffenen Follikel schwillt an, eine Rötung entwickelt sich und es bildet sich Eiter in der entzündeten Talgdrüse (4). Tiefliegende Entzündungen bilden rötliche Knötchen, oberflächliche dagegen sichtbar eitrige Aknepusteln. Bestehen neben den Komedonen noch zahlreiche entzündliche Akneläsionen, spricht man von der Acne papulo-pustulosa (5). Die verschienenen Symptome der Akne werden in Abbildung 3 beschrieben.

Abbildung 3: Symptome der Akne
Geschlossene Mitesser:
Offene Mitesser:
Papeln:

Exkoriierte Läsionen:


Fotos von Dr. Darinka Keil, Bad Dürkheim


Das körpereigene Abwehrsystem bewerkstelligt im Normalfall eine schnelle Abheilung der Entzündung: Die Pustel trocknet ein und die Rötung bildet sich innerhalb weniger Tage zurück. Was bleibt, ist allenfalls eine erweiterte Pore. Unsachgemäßes Ausdrücken der Pusteln verursacht jedoch bleibende Hautschäden. Meist platzt unter dem Druck der Finger die entzündete Talgdrüse unter der Hautoberfläche auf und ihr Inhalt - Eiter, lebende und tote Bakterien, Talg und seine bakteriellen Abbauprodukte - ergießt sich ins umliegende Gewebe, wo er eine Ausweitung der Entzündung verursacht (Abbildung 4). Die Abheilung dieses vergrößerten Defektes ist wesentlich langwieriger als beim natürlichen Heilungsprozess und hinterlässt in den meisten Fällen bleibende Narben, die nur durch tiefgehende Schleifbehandlung durch den Hautarzt entfernt werden können. Vor allem junge Frauen verschlimmern eine an sich leichte Akne oft selbst durch solche Manipulationen. Man spricht von Acne excoriée des jeunes filles oder von Knibbelakne (3).

Abbildung 4: Entstehung von entzündlichen Akneläsionen aus Komedonen

Im Komedo vermehren sich Hautbakterien wie Propionibacterium acnes. Ihre Stoffwechselprodukte lösen in der Talgdrüse eine Entzündung aus.



Sie schwillt an, rötet sich und es bildet sich Eiter.



Beim Versuch, den Pickel auszudrücken, platzt meist die Talgdrüse und die Entzündung breitet sich aus.

[Bakterien = bacteria; Eiter = pus; Entzündete Papel oder Pustel = inflamed pimple]


Nur bei wenigen Betroffenen entwickeln sich schwerere Formen der Akne mit einer Vielzahl von entzündeten Pickeln oder ausgedehnten, knotigen Entzündungsherden. Diese Akneformen müssen vom Hautarzt behandelt werden, wenn die damit einhergehende Narbenbildung unterbleiben soll (3).

Medikamentöse und mechanische Behandlung der Akne

Die Behandlung der Akne richtet sich nach dem Schweregrad und der Art der Symptome. Die Behandlung spricht nicht sofort an. Dies führt oft zu mangelnder Compliance, besonders bei Jugendlichen. Durch Herumprobieren mit immer neuen kosmetischen Präparaten gegen Akne kann die Haut gereizt oder geschädigt werden.

Leichte Formen der Akne sind durch adäquate Hautreinigung und Hautpflege behandelbar (10). Schwere Formen und stark entzündlich ausgeprägte Prozesse bedürfen einer medikamentösen Therapie, die durch passende kosmetische Maßnahmen unterstützt werden kann (7, 11, 12).

Zur medikamentösen Aknetherapie werden in erster Linie topische Schälpräparate und desinfizierende Mittel verwendet, z.B. mit den Wirkstoffen Benzoylperoxid oder Triclosan. Dadurch werden die Talg- und Hornpfropfen im Infundibulum aufgelöst. Es gibt auch kosmetische Schälmittel, meist als Peelings bezeichnet. Topische, in schweren Fällen auch systemische Antibiotika wie Erythromycin oder Minocyclin werden sehr häufig verordnet. Auf die Verhornungsstörung und die erhöhte Talgbildung wirken auch Vitamin-A-Säure und ihre Derivate wie z.B. Isotretinoin. Sie können äußerlich oder innerlich angewendet werden. Problematisch ist die innerliche Anwendung bei jungen Frauen: das Präparate kann Missbildungen beim Kind auslösen, wenn es kurz vor oder während der Schwangerschaft eingenommen wird. Sichere Empfängnisverhütung ist deshalb bei einer solchen Therapie unerlässlich. Antibiotika und Vitamin-A-Säure-Präparate steigern die UV-Empfindlichkeit der Haut. Wirksamer Schutz gegen UV-A- und UV-B-Licht ist deshalb therapiebegleitend notwendig. Erfolgreich ist auch die Behandlung mit Anti-Androgenen. Sie beeinflussen die durch Androgene vermittelten Verhornungsstörungen und die übermäßige Talgbildung positiv. Sie haben gleichzeitig empfängnisverhütende Wirkung. Für Männer kommen solche Präparate nicht in Frage.

Die meisten medikamentösen Therapien der Akne führen zu einer Austrocknung der Haut. Um zu vermeiden, dass durch Anwendung ungeeigneter fettreicher Kosmetika gegen Symptome wie Spannungsgefühl, Rauigkeit, Rötung und Schuppung der Therapieerfolg gemindert wird, ist eine Beratung zur adäquaten Hautpflege mit fettarmen oder fettfreien Präparaten sinnvoll.

Hautärzte und Kosmetikerinnen bieten eine sog. Aknetoilette an. Dabei werden die Pickel und Mitesser fachmännisch mechanisch entfernt. Durch eine Vorbehandlung werden die Horn- und Talgpfröpfe aufgeweicht. Dann wird mit Spezialinstrumenten der Komedo oder die Pustel unter sterilen Bedingungen geöffnet und entleert, ohne die Talgdrüse und die umliegende Haut zu schädigen (7).

Hautreinigung bei Akne

Herkömmliche Seife ist für Aknehaut nicht geeignet (13). Sie lässt die Haut quellen und behindert dadurch den Reinigungsvorgang. Dies begünstigt die Entstehung von Komedonen. Mit ihrem pH-Wert von 8-12 zerstört Seife außerdem den Säureschutzmantel der Haut, so dass sich die Aknebakterien stark vermehren und so die Bildung entzündlicher Läsionen gefördert wird. Seifenfreie Reinigungsmittel mit einem an den Säureschutzmantel der Haut angepassten sauren pH-Wert von 5,5 reinigen bei entsprechender Tensidzusammensetzung hautschonend und hemmen durch die Förderung des natürlichen Säureschutzmantels Aknebakterien, so dass Pickel und Mitesser nachweisbar abnehmen (13). Bei vermehrtem Auftreten von entzündeten Pickeln - ein Anzeichen von hoher Aktivität der Aknebakterien - kann ein Reinigungsmittel mit antibakteriellen Zusatzstoffen oder kationischen Tensiden mit antibakterieller Wirkungskomponente wie z.B. Montaline C40 (INCI: Cocamidopropylalbetainamide MEA Chloride) eingesetzt werden (14). Bei solchen Präparaten kann ein dem Säureschutzmantel angepasster pH-Wert die Wiederbesiedlung der Haut durch Propionibacterium acnes hemmen.

"Viel hilft viel" ist bei der Reinigung der Haut bei Akne ein verbreiteter Trugschluss: Es genügt völlig, die Haut morgens und abends gründlich zu waschen. Mehr kann die Haut austrocknen und reizen, sie wird davon rauh und schuppt sich. Irritationen verstärken außerdem die Verhornungsstörungen und können so die Akne verschlimmern.

Sinnvoll ist allerdings die Nachreinigung fettiger Haut und der besonders stark von Mitessern und Pickeln betroffenen Partien mit einem alkoholhaltigen Gesichtswasser. Um Austrocknung und Reizung der Haut zu vermeiden, sind hydratisierende und hautberuhigende Zusatzstoffe wie z.B. Seidenhydrolysat, Gurkenextrakt, Bisabolol oder Hamamelis sinnvoll.

Peeling

Peelingmittel werden oft zur Beseitigung von Mitessern empfohlen. Sie schälen wie Keratolytika die oberste Hautschicht ab. Mit kosmetischen Präparaten wird oft nur eine kurzfristige Besserung erzielt. Dies gilt für mechanische ebenso wie für chemische Peelings. Letztere enthalten Wirkstoffe wie die Alpha- oder Beta-Hydroxy-Säuren (AHA wie Milchsäure, Brenztraubensäure oder Glycolsäure, BHA wie Salicylsäure). Bei zu häufiger Anwendung oder bei Präparaten mit pH-Werten unter 5 kann es zur Verminderung der Barrierefunktion der Haut mit Austrocknung und erhöhter Reizanfälligkeit kommen, besonders bei empfindlicher Haut. Verbreitet werden auch Pickelpflaster mit Peelingwirkstoffen angewendet, die Komedonen reduzieren, ohne jedoch deren Neuentstehung dauerhaft verhindern zu können.

Hautpflege bei Akne

Spannungsgefühl, Rauhigkeit, Rötung und Schuppung der Haut nach der Reinigung oder dem Peeling zeigen einen gesteigerten Pflegebedarf an. Dann sollten zunächst die Reinigungsmaßnahmen überprüft und möglichst auf schonendere Präparate oder geringere Dosierung, kühleres Waschwasser oder reduzierte Anwendungshäufigkeit von Peeling und alkoholhaltigen Gesichtswässern umgestellt werden.

Vielfach möchten oder müssen Aknepatienten Pflegeprodukte anwenden. Ein Überblick über die verschiedenen Möglichkeiten der Hautpflege bei Akne ist in Abbildung 5 dargestellt. Der Pflegewunsch besteht vor allem bei Frauen. Bei Acne tarda und bei den medikamentösen Aknetherapien macht die oft bestehende Trockenheit der Haut regelmäßige Pflege notwendig. Dabei sollten fetthaltige Cremes und Lotionen wegen ihrer möglichen Komedogenität vermieden werden. Fett- und Emulgator-freie Gele sind am besten geeignet. Ihre Feuchthaltestoffe wirken entspannend und glättend auf die Haut. Zusätzliche Pflegestoffe wie Aloe und der Kamillenwirkstoff Bisabolol lindern Reizungen und Entzündungen der Haut. Panthenol vermittelt zusätzlich zu seinen hydratisierenden Eigenschaften einen regenerationsfördernden Effekt, der das Abheilen von Akneläsionen fördert. Auch bei der Pflege sollte auf den pH-Wert geachtet werden: Da die Pflegeprodukte auf der Haut bleiben, wirkt sich ihr pH-Wert sogar noch intensiver aus als bei der Reinigung (15), wo das Reinigungsprodukt schnell wieder abgespült wird. Durch den sauren pH-Wert 5,5 werden die Aknebakterien nachhaltig gehemmt (13). Pflegegele eignen sich auch als Make-up-Unterlage, müssen jedoch vollständig eingezogen sein, bevor das Make-up aufgetragen wird.

Abbildung 5: Hautpflege bei Akne
  • Hautreinigung
    seifenfrei, pH-Wert 5,5, „porentief“, nicht zu stark entfettend, evtl. mit antibakteriellen Zusätzen
  • Tiefenreinigung
    für fettige, mit vielen entzündlichen Läsionen besetzte Areale, alkoholhaltig, mit Pflegezusätzen
  • Peeling
    gegen Mitesser; erhöhen Trockenheit und Empfindlichkeit der Haut
  • Pflege
    fett- und emulgatorfrei, pH-Wert 5,5, mit reizlindernden und regenerativen Zusätzen
  • Schnell wirkende Pickelbekämpfung
    mit antibakteriellen Zusätzen und Alkohol, entzündungshemmend und heilungsfördernd
  • Abdecken
    getönte Pickelstifte, getönte Tagescremes, Make-up, Camouflage


Um entzündete Akneläsionen schneller abheilen zu lassen, kann man sie mit einem Pickelgel oder Stift gezielt behandeln. Diese Präparate sollten aber nicht großflächig angewendet werden. Auch hier ist Alkohol als Wirkstoff sinnvoll, weil er die Entzündung austrocknet und die Haut um den Pickel herum desinfiziert. Antibakterielle Wirkstoffe verstärken diesen Effekt. Dadurch trocknet der Pickel rasch ein. Nützlich sind in dieser Phase entzündungshemmende und heilungsfördernde Wirkstoffe, die das Abheilen beschleunigen. Bei den Antipickelgelen reicht eine zweimal tägliche Anwendung aus. Mehr kann die Haut reizen. Pigmente in solchen Anti-Pickel-Präparaten decken den Pickel ab und werden als Soforthilfe bei Akne geschätzt. Es handelt sich in der Regel um Emulsionen, da Hydrogele keine ausreichende Dispersion und Verteilbarkeit der Pigmente möglich machen.

Zum Abdecken der Akne im Gesicht reicht oft bereits eine getönte Tagescreme oder ein Abdeckstift. Großflächige oder stark entzündliche Akneläsionen erfordern stark abdeckende Präparate, die als Camouflage bezeichnet werden. Alle abdeckenden Produkte sollten möglichst wenig Fett und keine komedogenen Stoffe enthalten. Vor dem Schlafengehen müssen sie gründlich entfernt werden.

Weitere Faktoren mit Einfluss auf die Akne

Ernährung, Genussmittel wie Zigaretten und Alkohol sowie sexuelle Gewohnheiten beeinflussen - entgegen der landläufigen Überzeugung - die Akne nicht (5). Dagegen ist Stress nachgewiesenermaßen ein Auslösefaktor für Akne. UV-Bestrahlung – auch aus dem Solarium - wirkt sich in vielen Fällen ungünstig auf die Akne aus, wenn auch in einigen Fällen sogar eine Besserung vor allem entzündlicher Läsionen möglich ist (5). Schwankungen im endogenen Hormonhaushalt beeinflussen die Akne in starkem Maße (3).

Fazit

Bei Menschen mit Akne bestehen, abhängig von deren Schweregrad und therapeutischen Maßnahmen, spezielle Anforderungen an die Hautpflege. Die Reinigung sollte seifenfrei mit schwach sauren Präparaten erfolgen. Eine starke Entfettung ist wegen der damit verbundenen Austrocknung und Irritation nicht sinnvoll. Desinfizierende oder antibakterielle Zusätze zu Reinigungspräparaten können zweckmäßig sein. Eine zusätzliche Reinigung mit alkoholhaltigen Gesichtwässern für fettige oder stark von entzündlichen Akneläsionen betroffenen Hautpartien muss gezielt und sparsam erfolgen. Die Anwendung von Peelings erfordert ebenfalls eine gewisse Vorsicht. Fett- und emulgatorfreie Hautpflegepräparate wirken einer Austrocknung entgegen ohne die Akne zu verschlimmern. Bei der Hautpflege ist wie bei der medikamentösen Therapie der Akne ist Geduld und Zurückhaltung gegen den Drang zum Ausdrücken der Pickel notwendig.

Literatur

(1) F Daniel, B. Dreno, F.Poli, N. Auffret, C. Beylot, I. Bodokh, M. Chivot, P. Humbert, J. Meynadier, P. Clerson, R. Humbert, J.P. Berrou, R. Dropsy. [Descriptive depidemiological study of acne on scholar pupils in France during autumn 1996]. Ann Dermatol Venereol 127: 273-278, 2000

(2) B. Dreno, F. Poli: Epidemiology of acne. Dermatology 206: 7 - 10, 2003

(3) O.Braun-Falco, G.Plewig, H.H.Wolff: Dermatologie und Venerologie. 4.Aufl. Springer Berlin: 947-962, 1996

(4) U. Jappe: Akne und die Propionibakterien. Pathogenese-orientierte Therapie. Der Deutsche Dermatologe 9: 583 - 589, 2002

(5) A.M. Grunewald. Klinisches Bild der Akne. Teil 1: Altersabhängige variable Ausprägungen. TW Dermatologie 23: 395 - 402, 1993

(6) G. Plewig , A. Kligman, Acne and Rosacea. 3rd Edition, Springer 2000

(7) A.Shai, H.Maibach, R.Baran. Handbook of cosmetic skin care. 81-100, Martin Dunitz London 2001

(8) A.C. Katoulis, E.M. Kakepis, H. Kintziou, M.E. Kakepis, N.G: Stavrianeas. Comedogenicity of cosmetics: A review. J. Europ. Acad. Dermatol. Venereol.7: 115-119, 1996

(9) N. .Y. Schürer: Die fette Haut. H + G 68: 636 - 640, 1993

(10) H.C. Korting, E. Ponce-Pöschl, W.Klövekorn, G. Schmötzer, M. Arens-Corell, O. Braun-Falco. The influence of the regular use of a soal or an acidic syndet bar on pre-acne. Infection 23: 89-93, 1995

(11) H.C. Korting, W.Sterry (Hrsg.). Therapeutische Verfahren in der Dermatologie. Blackwell Berlin 2001

(12) R.Baran, M. Chivot, A.R. Shields. Acne. In: R.Baran, H.I. Maibach (Eds.): Textbook of cosmetic dermatology. 2nd Ed. 433-444. Martin Dunitz London 1994

(13) M.H. Schmid, H.C. Korting. The concept of the acid mantle of the skin: Its relevance for the choice of skin cleansers. Dermatology 191: 276-280, 1995

(14) D. Keil, E.G. Jung, C. Bayerl. Effects of a mild detergent syndet cleanser for mild acne on skin barrier function. Ann Derm Venereol, 129: S 377, 2002

(15) W. Gehring, M. Gloor. Neue Aspekte zur Modulation einer reduzierten Barrierefunktion. H+G 74: 531, V28, 1999

Autor

Dr. rer. nat. Michaela Arens-Corell, seit 1992 bei der Sebapharma GmbH & Co. KG, kam nach Biologie-Studium und Promotion über die Forschung in der Pharmaindustrie zur Hautpflege. Als Leiterin der Medizinisch-wissenschaftlichen Abteilung bringt sie die Erkenntnisse aus der Hautforschung in die Produktentwicklung, Marketing-PR-Arbeit und die Verbraucherberatung zu den sebamed-Produkten ein.

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