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Mit dem Begriff Cutis anserina oder Gänsehaut beschreibt man ein Hautphänomen, das durch die Kontraktion der Musculi arrectores pilorum (Haarbalgmuskel) entsteht. In größeren Hautarealen, vor allem an den Armen und Beinen, bilden sich kleine, höckerartige Erhebungen an der Hautoberfläche, in dem sich die Körperhaare aufrichten. Diese Erhebungen ähneln dem Anblick einer gerupften Gans. In unserer Abbildung wird das physiologische Phänomen der Gänsehaut veranschaulicht. Im rechten Teil der Abbildung wird der Normalzustand der Haut vor Bildung der Gänsehaut gezeigt. Das Haar ist glatt und steht in einem flachem Winkel zur Hautoberfläche. Der linke Teil der Abbildung stellt die reflektorische Aufrichtung der Haare bei Gänsehaut dar, die hier durch Kälte als Hautreiz verursacht wird. Ein spitzkegeliges Vorspringen der Haarfollikel als Resultat der Kontraktion des Musculi arrectores pilorum ist zu beobachten. Ausgeprägte Gruben, die der Muskel beim Anziehen erzeugt, werden sichtbar. Das Haar dreht sich und stellt sich auf. Dieser Vorgang wird auch als Piloarrektion bezeichnet. Bei der Gänsehaut richtet sich das Unterhaar oder Flaumhaar, und nicht das Deckhaar (dickes Haar) auf. Auslöser der Gänsehaut sind Kältereize, Berührung, psychische Einflüsse wie Angst oder Erregung und Adrenalinausschüttung. Ursprünglich erfolgte beim Menschen ein reflektorisches Sträuben der Haare auf einen Kältereiz im Zusammenhang mit der Temperaturregulierung. Der Mechanismus zur Entwicklung der Gänsehaut kann daher als genetisches Rudiment angesehen werden. In der Tierwelt bilden Haut und Fell ein komplexes System, das Aufgaben wie die Wärmeregulation, erfüllt. Darüber hinaus wirkt das Aufstellen der Haare bei Tieren auch als Drohgebärde. nach oben | |||||||||||||||||||||||||||||||||
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