Die
Haut als Schutzschild vor mechanischen und thermischen Beeinflussungen sowie Umwelteinwirkungen
ist von besonderer Bedeutung. Als flächenmäßig größtes
und schwerstes Organ des menschlichen Körpers erfüllt sie vielseitige
Aufgaben und hat die Fähigkeit zur Kommunikation mit der Umwelt. Mechanische
und thermische Reize sowie Schmerzreize werden von einer Reihe von Rezeptoren,
die die Haut insgesamt zu einem Sinnesorgan machen, wahrgenommen.
Hautirritationen beginnen mit Missempfindungen, ungewohntem Spannungsgefühl,
unspezifischem Juckreiz und vielleicht mit unregelmäßiger Fleckenbildung.
Dem liegt funktionell eine Reizung der Nervenendigungen in der Epidermis, Abweichungen
der normalen dermalen Hautdurchblutung und Feuchte sowie veränderter Turgor
(Zellwandspannung) epidermaler Zellen zugrunde. Allerdings gibt es auch empfindliche,
nervöse, sensible Haut, die nur subjektiv erlebt wird, ohne dass objektivierbare
Veränderungen vorliegen.
Den äußeren Einflüssen auf das Hautgefühl wie Temperatur,
Luftfeuchte (Klimaanlagen), Luftqualität (Smog), Licht (Sonne, Kunstlicht),
Kleidung und Kosmetik stehen innere Faktoren wie seelisches Wohlbefinden, mentaler
Druck (Stress) oder übermäßiger Konsum von Koffein, Nikotin oder
Alkohol gegenüber.
Unsere Abbildung zeigt eine Phase des Endstadiums nach längerem Einwirken
der Irritationsursache mit deutlicher Schuppenbildung, Lockerung des Zellgefüges
der oberen Hautschichten.