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Ausgabe 46        
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Vereinfachte, schematische Darstellung einer allergischen Hautentzündung

   


Langerhanszellen (LC) gehören zu den Wächtern der Haut und nehmen Haptene/ Antigene von Schadstoffen, Umweltgiften, Insektengiften oder Krankheitserregern auf und präsentieren sie auf ihre Zelloberfläche. Hautzellen (Keratinozyten) produzieren spezifische Botenstoffe (1; Zytokine und Chemokine), die den LC eine Gefahr signalisieren (sog. „Danger signals“) und sie zur Wanderung zu den nahgelegenen Lymphknoten anregen (2). Dort aktivieren sie ruhende (naive) antigenspezifische T-Zellen (3), in dem sie das Antigen und andere Moleküle (Signal- und Adhesionsmoleküle) auf ihrer Oberfläche an spezifische Rezeptoren der T-Zelle binden (ähnlich einem Schloß und Riegel). Die angeregten T-Zellen vermehren sich und verändern sich zu T-Zellen, die an der Beseitigung von Krankheitserregern, usw. beteiligt sein können (T-Effektorzellen) und zu Gedächtniszellen (Memory T-cells). Die antigenspezifischen T-Zellen wandern aus dem Lymphknoten in den Körper und unter anderem auch in die Haut (4). Auch andere Immunzellen werden angeregt. Dieser Erstkontakt mit dem Antigen ist in der Regel klinisch unauffällig.

Bei einem wiederholten Kontakt mit dem Antigen sind jetzt die notwendigen Verteidigungszellen gebildet. Die Langerhans-Zellen nehmen erneut das Antigen auf und präsentieren es den T-Zellen in der Dermis und im regionären Lymphknoten (4). Durch die Botenstoffe, die von Keratinozyten und aktivierten T-Zellen produziert werden, gelangen weitere Entzündungszellen (z.B. neutrophile Granulozyten, T-Zellen, Makrophagen) aus dem Blutgefäßsystem in die Haut, wodurch eine Entzündung mit typischer Symptomatik entsteht (Rötung, Schwellungen, usw.; 5). Eine Allergie entsteht, wenn eine Überempfindlichkeitsreaktion auf ein oftmals sonst harmloses Antigen, dann Allergen genannt, stattfindet.

Quelle: Wolfgang Bäumer, Institut für Pharmakologie und Pharmazie, Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover
   
    
  Juni 2010  

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