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Der Haarfollikel ist ein hochkomplexes System, das als Grundsystem allgemeiner Entwicklungsprozesse von Bedeutung ist. Wenn sich die regeneratorische Kapazität der Haarfollikel erschöpft, entwickeln sich verschiedene Formen der Alopezie.
Haarwachstum ist durch die periodische Aktivität der germinalen Matrixzellen gekennzeichnet. In der behaarten Kopfhaut laufen verschiedene Phasen des Haarzyklus nebeneinander, geschlechtsabhängig und genetisch gesteuert ab. Die vordersten Matrixzellen werden kontinuierlich in das Lumen der äußeren Wurzelscheide hineingedrückt. In einiger Entfernung von der Haarpapille, die die Matrixzellen versorgt, beginnt die Zone der Keratinisierung. Durch die gleichzeitige Entwicklung der inneren Wurzelscheide (weiches Keratin) wird das Haar mit dem weichen Markkeratin (Medulla) und dem harten, peripheren Rindenkeratin (Kortex) von der äußeren Wurzelscheide getrennt.
Diese stellt eine in die Hauttiefe gerichtete Fortsetzung der Epidermis dar, die anfangs weiterhin die spezifische Hornschicht ausweist. Zur Papille hin verlieren sich die oberflächlichen epidermalen Strukturen, bis schließlich nur die germinalen Zellen bleiben. Im Rahmen des zyklischen Wachstums kommt die germinale Matrix in die Ruhephase, das Haar verliert den Kontakt zur Papille (telogen) und wird schließlich nur von der äußeren Wurzelscheide gehalten. Aus den tiefen Zellen der externen Wurzelscheide wird die ursprüngliche Haarpapille verjüngt oder eine neue gebildet (anagen). Literatur Text mod. nach Ham, A.A.; Histology; J.B. Lippincott Company, Philadelphia/Toronto (1974) nach oben | ||||||||||||||||||||||||||||||||||
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